---
title: "Workshop-Trends 2026: KI, Präsenz und Peer-Formate"
description: "KI übernimmt die Vorbereitung, Präsenz kehrt für schwierige Entscheidungen zurück, Peer-Formate ersetzen Input von vorn: vier Workshop-Trends 2026."
---

<https://www.ride-consulting.com/blog>

# [Workshop-Trends 2026: KI, Präsenz und Peer-Formate](https://www.ride-consulting.com/blog/workshop-methoden-trends)

 Geschrieben von [Tim Becker](https://www.ride-consulting.com/blog/author/tim-becker) | Oct 12, 2026, 8:00:00 AM

Bei den Workshop-Methoden ändert sich 2026 weniger das einzelne Werkzeug als die Frage, wer was macht. KI übernimmt einen großen Teil der Vorbereitung, im Raum selbst kommt sie noch selten zum Einsatz. Präsenz gilt wieder als das wirksamste Format, vor allem wenn es um Vertrauen und schwierige Entscheidungen geht. Und statt Input von vorn arbeiten Teilnehmende häufiger an ihren eigenen Fällen, oft mit kurzen, strukturierten Formaten wie den Liberating Structures.

Grundlage für diesen Überblick sind aktuelle Erhebungen und Trendberichte, vor allem der [State of Facilitation Report 2026](https://www.sessionlab.com/state-of-facilitation/2026-report/) von SessionLab mit 714 Befragten aus 60 Ländern. Vier Entwicklungen finde ich für die Praxis relevant.

## Die vier Trends im Vergleich

Die Tabelle zeigt, was sich jeweils verschiebt und wo die Grenzen liegen. Die Abschnitte darunter gehen auf jeden Trend einzeln ein.

| Trend | Was sich verschiebt | Passt gut, wenn … | Grenzen |
| --- | --- | --- | --- |
| KI in der Vorbereitung | Ablauf, Übungen und Varianten werden mit KI entworfen | du mehrere Optionen für einen Workshop durchdenken willst | Live im Raum nutzen sie bisher nur 23,5 % |
| Präsenz für das Wesentliche | Präsenz gilt als wirksamstes Format, hybrid bleibt selten | es um Vertrauen oder schwierige Entscheidungen geht | Reisezeit und Kosten, verteilte Teams |
| Peer-Formate | Teilnehmende arbeiten an echten Fällen statt Präsentationen zu hören | das Wissen bereits in der Gruppe liegt | Es braucht echte Fälle und genug Vertrauen, sie zu teilen |
| Liberating Structures | Kurze, feste Gesprächsabläufe beteiligen alle | viele Menschen in kurzer Zeit zu Wort kommen sollen | Die Ergebnisse hängen stark davon ab, wie gut die Frage gestellt ist |

## KI: in der Vorbereitung Alltag, im Raum noch selten

KI ist für viele Moderatorinnen und Moderatoren inzwischen ein normales Arbeitswerkzeug, allerdings fast nur vor dem Workshop. Laut [SessionLab](https://www.sessionlab.com/state-of-facilitation/2026-report/) ist der Anteil derer, die KI „oft“ nutzen, innerhalb eines Jahres von 21,7 % auf 38,7 % gestiegen. 85,2 % der KI-Nutzenden setzen sie für die Vorbereitung ein. Live im Workshop sind es 23,5 %, nach 19,6 % im Vorjahr.

In der Vorbereitung hilft KI vor allem beim Durchspielen von Varianten: Wie könnte der Teil nach der Pause aussehen, wenn die Gruppe eine andere Richtung einschlägt? Welche Übung passt für 8 statt für 20 Personen? Wie das in eine Workshop-Planung passt, beschreibe ich im Artikel [Workshop planen: Vom Ziel bis zur Nachbereitung](https://www.ride-consulting.com/blog/workshop-planen).

Dass KI im Raum noch eine kleine Rolle spielt, passt zu einer Beobachtung aus dem L&D-Bereich: [Training Industry](https://trainingindustry.com/articles/strategy-alignment-and-planning/future-proofing-ld-the-7-critical-trends-for-2026/) nennt als ersten Trend für 2026 den wachsenden Bedarf an „Human in the Loop“, also an Menschen, die Inhalte einordnen, prüfen und in den Kontext setzen.

## Präsenz ist zurück, vor allem für schwierige Entscheidungen

Für Arbeit, bei der es um Vertrauen geht, gilt Präsenz wieder als das wirksamste Format. 51,3 % der Befragten im [SessionLab-Report](https://www.sessionlab.com/state-of-facilitation/2026-report/) halten Präsenzformate für am wirkungsvollsten, 33,4 % Online-Formate. Genannt werden Nähe, die Möglichkeit, die Stimmung im Raum zu lesen, und die informellen Momente zwischendurch.

Hybride Workshops, bei denen ein Teil der Gruppe im Raum sitzt und ein Teil zugeschaltet ist, bleiben selten. Der Report beschreibt sie als organisatorisch aufwendig, und mindestens eine der beiden Gruppen kommt dabei zu kurz. Stattdessen heben 10 % der Befragten sogenannte Blended-Programme hervor: Präsenztermine, zwischen denen online weitergearbeitet wird, etwa für Lernreisen oder Veränderungsprozesse.

## KI und Präsenz gehören zusammen

Die ersten beiden Trends wirken auf den ersten Blick gegenläufig: mehr Technik auf der einen Seite, mehr persönliches Treffen auf der anderen. Für mich passen sie gut zusammen. Man will KI und Technik nutzen, aber bei schwierigen Entscheidungen wollen sich Menschen dann doch in die Augen sehen.

Daraus ergibt sich eine mögliche Arbeitsteilung: Was sich gut vorbereiten, zusammenfassen oder in Varianten durchdenken lässt, kann KI unterstützen. Die Zeit, in der Menschen tatsächlich zusammen in einem Raum sind, bleibt für das, was nur dort geht: Widerspruch aushalten, abwägen, sich festlegen.

## Peer-Formate: voneinander lernen statt Input von vorn

In vielen Workshops verschiebt sich die Zeit von der Präsentation hin zur Arbeit an echten Fällen der Teilnehmenden. Ein Beispiel dafür ist die kollegiale Beratung: Eine Person schildert eine konkrete Situation aus ihrem Arbeitsalltag, die anderen stellen Fragen und entwickeln in einem festen Ablauf Lösungsideen, ohne dass eine Expertin oder ein Experte die Antwort vorgibt.

[Training Industry](https://trainingindustry.com/articles/strategy-alignment-and-planning/future-proofing-ld-the-7-critical-trends-for-2026/) beschreibt diese Entwicklung als Wechsel zu „community-led learning“ mit Peer-Coaching und sozialen Lernformaten. Die Begründung dort: Gemeinschaft und Lernen unter Kolleginnen und Kollegen liefern etwas, das KI nicht ersetzen kann, nämlich Zugehörigkeit, Wissen aus dem konkreten Kontext und berufliche Netzwerke. Eine Zusammenfassung mehrerer Trendberichte bei [Metodic](https://www.metodic.io/articles/whats-moving-in-facilitation-july-2026) (Juli 2026) zitiert den Vorschlag, mindestens ein Drittel der Workshop-Zeit für die Arbeit an den Fällen der Teilnehmenden zu reservieren.

Diesen Trend halte ich für sehr wichtig, gerade bei Teams, die jünger werden.

## Liberating Structures: kurze Formate, die alle beteiligen

Liberating Structures sind eine frei verfügbare Sammlung von über 43 kurzen Gesprächsabläufen, die alle Anwesenden beteiligen sollen, nicht nur die, die ohnehin reden. Laut [liberatingstructures.com](https://www.liberatingstructures.com/about) wird die zugehörige App in über 160 Ländern genutzt und ist in 11 Sprachen verfügbar.

Das bekannteste Format ist [1-2-4-All](https://www.liberatingstructures.com/1-1-2-4-all/): Erst denkt jede Person allein über eine Frage nach, dann zu zweit, dann zu viert, zum Schluss tauscht sich die ganze Gruppe aus. So kommen auch leisere Teilnehmende zu Wort, bevor die Diskussion im Plenum beginnt. Wie das bei schwierigen Situationen im Raum hilft, beschreibe ich im Artikel [Gut moderieren: Was im Raum den Unterschied macht](https://www.ride-consulting.com/blog/gut-moderieren).

Neu ist, dass solche Formate über Workshops hinaus Beachtung finden. Die Softwareforschenden Daniel Russo und Margaret-Anne Storey schlagen in einem [Beitrag von 2025](https://arxiv.org/html/2509.07046v1) vor, wissenschaftliche Konferenzen mit Liberating Structures umzubauen: weg von passiven Vortragsreihen, hin zu Formaten, in denen das Publikum mitarbeitet. Ein verwandter Gedanke steckt im Artikel über [Crowd Work und was Vortragende von Comedians lernen können](https://www.ride-consulting.com/blog/crowd-work-vortragende-comedians): Das Publikum wird beteiligt, statt nur zuzuhören.

## Was das für deinen nächsten Workshop heißen kann

Keiner dieser Trends verlangt, die eigene Arbeitsweise umzustellen. Eher lassen sich einzelne Elemente ausprobieren:

- **KI für Varianten:** Bei der Vorbereitung zwei oder drei Optionen für den zweiten Teil durchspielen lassen und selbst auswählen.
- **Präsenz bewusst einsetzen:** Prüfen, welche Teile eines Vorhabens wirklich ein Treffen im Raum brauchen, und die übrigen online oder asynchron lösen.
- **Einen echten Fall einplanen:** Einen Block, in dem die Gruppe an einer Situation aus dem Alltag der Teilnehmenden arbeitet statt an einem vorbereiteten Beispiel.
- **Mit 1-2-4-All starten:** Für die erste inhaltliche Frage, damit alle schon früh etwas gesagt haben.

Wie sich diese Bausteine in einen Ablauf vom Ziel bis zur Nachbereitung einfügen, zeigt der Artikel [Workshop planen](https://www.ride-consulting.com/blog/workshop-planen).

Titelbild: Foto von Vitaly Gariev auf [Unsplash](https://unsplash.com)

[Vollständigen Beitrag anzeigen](https://www.ride-consulting.com/blog/workshop-methoden-trends)

```json
{
  "@context" : "http://schema.org",
  "@type" : "BlogPosting",
  "author" : {
    "@type" : "Person",
    "name" : "Tim Becker"
  },
  "dateModified" : "2026-10-12T08:00:02.025Z",
  "datePublished" : "2026-10-12T08:00:00Z",
  "headline" : "Workshop-Methoden 2026: Welche Trends sich gerade durchsetzen",
  "image" : {
    "@type" : "ImageObject",
    "height" : 900,
    "url" : "https://146530035.fs1.hubspotusercontent-eu1.net/hubfs/146530035/blog-bilder/workshop-trends-team-glaswand.jpeg",
    "width" : 1600
  },
  "mainEntityOfPage" : "https://www.ride-consulting.com/blog/workshop-methoden-trends",
  "publisher" : {
    "@type" : "Organization",
    "logo" : {
      "@type" : "ImageObject",
      "height" : 60,
      "url" : "/hs/hsstatic/content_shared_assets/static-1.4092/img/default-amp-logo.png",
      "width" : 60
    },
    "name" : "RIDE Consulting & Training-Blog"
  }
}
```